Eine winterliche Postschiffreise mit der Nordnorge von Bergen nach Kirkenes

Es ist Freitag, der 29.12.23 7:30 Uhr. Ausnahmsweise fährt die Deutsche Bahn nach den vielen Streiks mit nur einer kleinen Verspätung mal, so dass wir ohne Probleme in den lang ersehnten Urlaub starten können. Wir sind viel zu früh in Frankfurt, da wir mit größerer Verzögerung gerechnet haben (ich bin sowieso immer viel zu früh…). Los geht es im Terminal 2. Nach einem 20minütigen Weg von der Bahnstation bis dort können wir die Koffer abgeben. Eingecheckt sind wir schon und die Schlange bei der Kofferabgabe ist kurz. Für den Securitycheck habe ich einen Slot gebucht, aber auch hier ist kein Betrieb, so dass ich die Zeit nochmal nach vorn verlege. Jetzt haben wir fast 2 Stunden Zeit um in Ruhe zu frühstücken.
Der Flieger nach Amsterdam geht pünktlich. Der „Cityhopper“ hat bequeme Zweierreihen, braucht nicht einmal eine Stunde bis zum Ziel und es gibt noch ein Getränk und einen Snack. Der Flughafen Amsterdam ist riesig und der Weg zum Anschlussflug nach Bergen sehr weit. Aber diesmal müssen wir nicht die Koffer mitschleppen. Wir haben fast 2 Stunden Aufenthalt. Auch der KLM Flug nach Bergen ist ganz bequem und dauert 1 3/4 Stunden. Wenn ich etwas anders machen würde, dann definitiv die An- und Abreise. Für die 2 Miniflüge geht der ganze Tag drauf. Aber wir haben nicht über Hurtigrouten selbst gebucht, sondern im Reisebüro eine Art Gruppenreise mit deutscher Reiseleitung. Da konnten wir uns die Anreise nicht selbst aussuchen.
Um 16:40 Uhr sind wir endlich in Bergen.
Bis wir mit dem Bus am Schiff sind und am Terminal alle unsere Zimmerkarten bekommen und den Securitycheck mitgemacht haben, ist es schon nach 19:00 Uhr. Unsere Koffer sind noch nicht da, also stellen wir kurz das Handgepäck ab und gehen zum Abendessen, das heute in Buffetform und nicht mit fester Zeit stattfindet. Endlich können wir durchatmen nach dem stressigen Tag und das wirklich gute Essen genießen. Wasser Tee, Kaffee ist unbegrenzt zu haben, alle anderen Getränke kosten wirklich sehr viel (1 Bier 12 Euro).
Rechtzeitig zur Abfahrt um 20:00 Uhr stehen wir oben an Deck 7 und sehen die Lichter von Bergen langsam immer kleiner werden. Mit uns sind noch viele andere Passagiere dort. Man kann ein Glas Sekt kaufen (etwa 12,50 Euro) oder einfach nur die Aussicht genießen.

Unsere Koffer stehen inzwischen vor der Kabine und wir können uns einrichten. Die Kabine 639 ist klein aber sehr gemütlich. Für uns völlig ausreichend. Ich finde es besonders schön, dass das Bett mit dem Kopfende genau vor dem Fenster steht, so dass man sich auf den kuscheligen Kopfkissen entspannt die vorbeiziehende Landschaft anschauen kann. Es ist zwar die meiste Zeit dunkel, aber da wir überwiegend in Küstennähe fahren, sieht man die erleuchteten Häuser und durch den Schnee auch noch etwas von den verschneiten Bergen.

Überhaupt bedeutet Polarnacht nicht, dass es stockfinster ist, sondern nur, dass die Sonne nicht mehr über den Horizont kommt. Das erzeugt selbst oberhalb des Polarkreises ein paar Stunden magisches Dämmerlicht, so wie bei einem Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang.
Nach einer sehr ruhigen Nacht erwachen wir erholt als das Schiff in Torvik anlegt. In der Nacht müssen wir die Häfen Florø und Måløy angelaufen haben, wovon wir aber nichts mitbekommen haben, obwohl drei Etagen unter uns die Ladeklappen sind. Oft ist der Halt nur 15 Minuten lang. Es ist interessant, das „Gabelstaplerballett“ zu beobachten. Manchmal bringt das Schiff lediglich ein kleines Paket, ein anderes Mal mehrere Paletten Ware. Selten steigen bei den kurzen Stopps einige Leute ein oder aus.
Ålesund
Wir machen uns fertig, um vor dem ersten großen Aufenthalt um 9:45 Uhr in Ålesund mit dem sehr guten und reichhaltigen Frühstück fertig zu sein. Die Nordnorge bleibt 10 Stunden im Hafen liegen und wir haben genügend Zeit, die Stadt zu erkunden.
Leider ist das Wetter nicht gut und es regnet den ganzen Tag immer mal wieder. Und es ist sehr glatt! Ohne Spikes unter den Schuhen ist man hier verloren. Das beeinträchtigt etwas ein Shoppingerlebnis in den kleinen Läden, da man innen immer die Spikes abmachen muss. Da hat es mein Mann gut – seine Spikes sind an den Schuhen fest und schnell ein- und ausgeklappt.
Hier im Süden ist es um 10:00 Uhr schon hell und wir hatten uns vorgenommen, hoch zum Aksla, dem Hausberg zu gehen, weil man von dort eine schöne Aussicht über die Stadt und den Hafen hat, aber wegen Glatteis ist der Weg gesperrt. Auch die Bustouren dorthin sind abgesagt und die Idee, ein Taxi zu nehmen ist auch nicht möglich. Eventuell sollten wir das nochmal im Sommer versuchen.
Um den Aksla zu erreichen, steigt man entweder die 418 Stufen vom Byparken (dem Stadtpark) aus hoch, oder man nimmt ein Taxi oder einen Mietwagen und fährt über die Straßen Borgundfjordveien/Fjelltunveien nach oben. Dort findet man einen Parkplatz und ein Restaurant mit Aussichtsplattform (Restaurant Fjellstua). Es gibt auch noch einen alternativen Wanderweg durch Vannspringdalen. Auch einen Stadtzug (eine Art Stadtbimmelbahn) soll es noch geben, der aber nur im Sommer fährt (Stadtzug Bytoget).
Im Laufe des Tages taut der Eispanzer dann etwas, so dass wir am Nachmittag doch noch sehr vorsichtig ein Stück bis zum ersten Aussichtspunkt gehen können. Oberhalb des Stadtparks Byparken steht das Denkmal von Kaiser Wilhelm dem II.
Durch einen Brand 1904 wurde das Stadtviertel fast komplett zerstört und danach wieder im Jugendstil aufgebaut. Kaiser Wilhelm II leistete aus seinem Privatvermögen großzügige Hilfe. Aus Dankbarkeit hat man ihm ein großes Denkmal in der Stadt gesetzt.
Wer mehr über die Geschichte wissen möchte, kann das Jugendstil-Museum besuchen (https://www.visitnorway.de/listings/the-art-nouveau-centre-%26-the-art-museum-kube/30027/).



Aber auch Ålesund selbst ist sehenswert. Wir schlendern an den schönen Jugendstilhäusern vorbei und umrunden den Hafen. Wenn man in Richtung Fischereimuseum läuft, sieht man noch ein paar der damals verschonten Holzhäuser. In einem davon (Waldehuset) ist heute ein Museum untergebracht. Etwas weiter kommt man über einen langen Steg zum Molja fyr oder auch auch Ålesund fyrstasjon, einem kleinen Leuchtturm, von wo man einen schönen Blick Richtung Stadt hat. Wem das noch nicht genug ist, der könnte hier sogar übernachten.






Wir verzichten heute auf das Mittagessen an Bord und besuchen ein kleines Café am Eingang des Einkaufszentrums Kremmergaarden (Kafé Kremmergaarden). Außer uns sind hier nur Einheimische, die sich auf einen Kaffee mit sehr leckerem Gebäck treffen. Freunde des skandinavischen Lakritz mit Schokolade (wie ich) können sich dort im Supermarkt im Souterrain relativ preisgünstig damit eindecken.
Da der Regen jetzt immer stärker wird, gehen wir nach dem kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt (s.o.) zurück zum Schiff, wo wir uns bei einem Kaffee in der Kabine ausruhen.
Im Sommer liegt das Schiff hier nicht so lange, da es danach in den Geiranger Fjord fährt, von wo aus man eine Tour buchen kann, die im nächsten Hafen (Molde) endet.
Am Abend gibt es das Abendessen als 3-Gänge Menu am Tische serviert. Mit uns sitzen noch zwei sehr nette Paare am Tisch. Die Portionen des Essens (man kann zwischen 3 Gerichten wählen) sehen erst einmal sehr übersichtlich aus, aber alles ist wie im Sterne-Restaurant nett angerichtet und schmeckt sehr gut. Für uns müsste es nicht mehr sein. Außerdem gehört es zum Konzept der Hurtigruten, möglichst wenig Lebensmittel zu verschwenden. Ich kenne aber durchaus Leute, denen es nicht gereicht hätte. Ob man noch etwas nachholen kann haben wir nicht getestet, aber ich könnte es mir vorstellen.
Danach treffen wir uns zum Welcome Drink mit der Reisegruppe und den deutschen Reiseleitern Dieter Harms und Günter Knoll. Es gibt Prosecco und viele sehr gute Informationen zur Reise. Die beiden engagieren sich die ganze Reise über in großem Maße.
Bis zum nächsten Hafen Molde, wo wir aber nur eine halbe Stunde bleiben, lassen wir den Abend in der Observation Lounge ausklingen. Hier kann man von bequemen Sesseln aus durch die großen Panoramafenster die Landschaft vorbeiziehen sehen. Jetzt ist es allerdings dunkel. Ab und zu begegnet uns ein anderes Schiff, oder man sieht erleuchtete Häuser am Ufer. Wir finden es sehr entspannend. Um uns herum noch ein paar Leute, die lesen, Karten spielen oder mit Kopfhörern Musik oder Hörbücher hören. Kein Stress, keine Animation – nur Ruhe. Einfach schön! Wir trinken Tee, der ohne Limit zur Verfügung steht. Man kann an der Bar auch Softdrinks, Bier, Wein und Cocktails erstehen, alles aber zu sehr hohen Preisen.


Um 23:35 Uhr legt das Schiff wieder in Molde ab und wir begeben uns in unsere Kabine.
Auch heute Nacht hören wir nicht, dass wir in Kristiansund anlegen und wachen erst auf, als um 8:00 Uhr die morgendliche Begrüßungsansage erfolgt. Man kann die Durchsagenfunktion auch ausstellen, aber dann hört man auch keinen Polarlichtalarm. Ab 22:00 Uhr bleibt der Lautsprecher ohnehin stumm, außer in Notfällen, wie einmal auf der Reise, als ein Arzt gesucht wurde, oder wenn Nordlichter erscheinen. Aber unterhalb des Polarkreises ist das eher nicht zu erwarten.
Trondheim
Heute ist Silvester. In der Nacht haben wir die offene Seestrecke Hustadvika passiert. Sie gilt als eine der gefährlichsten offenen Seestrecken an der norwegischen Küste. Es ist ein seichtes Meeresgebiet mit vielen kleinen Schären, Riffen, wo sich schon zahlreiche Schiffsunglücke ereignet haben. Heute ist die See aber sehr ruhig geblieben, sodass wir nichts von der Passage gemerkt haben.
Nach dem Frühstück um 9:45 Uhr laufen wir in Trondheim ein.
Bis 12:00 Uhr haben wir hier Zeit, für einen Spaziergang durch die Stadt. Normalerweise liegt das Schiff hier etwas länger, aber der Kapitän möchte gerne ziemlich genau um 24:00 Uhr zum Feuerwerk Brønnøysund erreichen, um das neue Jahr zu begrüßen.
Auf der Website der Hurtigruten liest man: “Die nach norwegischen Maßstäben große Stadt Trondheim hat sich den Charme und die Intimität einer Kleinstadt bewahrt. Nach einem katastrophalen Brand, der 1681 fast alle Stadthäuser zerstörte, wurden die neuen Straßen verbreitert, um ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude zu verhindern. Einige der engen Gassen und Straßen, von denen viele aus dem Mittelalter stammen, existieren noch heute und bilden einen starken Kontrast zu den breiten Boulevards aus dem 17. Jahrhundert. Selbst heute noch gehört Trondheim zu den Städten in Europa mit typischen Holzhäusern: Im Stadtzentrum finden sich viele besondere Holzhäuser, von denen einige noch aus den 18. Jahrhundert stammen.“
Wir tun uns mit ein paar anderen aus unserer Reisegruppe zusammen und befolgen die wertvollen Tipps, die uns Dieter und Günter gegeben haben.
Bis zum Zentrum läuft man etwa 20 Minuten (auch hier ist es überall sehr glatt!).
Am Pirbadet, einem großen Schwimmbad vorbei gelangt man zum Rockheim, dem norwegischen nationalen Museum für die Pop- und Rockmusik. Etwas weiter steht das Powerhouse Brattørkaia, das weltweit nördlichste Gebäude, das weit mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Es dient als kleines Kraftwerk für die ganze Umgebung (Powerhouse) .




Am Bahnhof vorbei überquert man den Fluss Nidelva. Durch das Stadtzentrum Nach kurzer Zeit erreicht man die Königsresidenz Stiftsgården und das Denkmal des Stadtgründers Olaf Trygvasson.
Von dort weitgehend geradeaus kommen wir zum Nidaros Dom. Normalerweise kann man ihn besichtigen, aber heute ist Sonntag und da kommt man nur hinein, wenn man den Gottesdienst besucht, wozu wir leider keine Zeit haben.
Beim Landausflug, den Hurtigruten anbietet, besucht man jedoch auch das Innere und die Gewölbekeller. Wir begnügen uns mit der Ansicht von außen. Es ist ein imposantes Gebäude und wurde als Grabeskirche für den 1030 in der Schlacht von Stiklestad gefallenen Olav den Heiligen erbaut. Aber vieles ist inzwischen rekonstruiert und aus jüngerer Zeit.
An der Westfassade, die man ab 1929 neu gestaltet hat, sieht man eine große Menge Skulpturen aus der Bibel und Geschichte. Oft kann man reale Personen erkennen. Der Erzengel Michael oben auf der Spitze des Westturms gleicht zum Beispiel dem Sänger Bob Dylan. Der Bildhauer (Kristoffer Leirdal) wollte damit Dylan für seinen Widerstand gegen den Vietnamkrieg ehren.
Versteckt hinter Zinnen sieht man den Erbauer, der den letzten Ziegel-Stein in der Hand hält um ihn an die richtige Stelle zu setzen, was er aber nie macht. Es gibt nämlich eine Sage, wonach Trondheim an dem Tag vom Fjord verschlungen wird, an dem der Dom fertig ist.









Auf dem Rückweg gehen am Denkmal von Thomas Angell vorbei, der als Wohltäter der Stadt bekannt ist. Sein Haus gegenüber ist heute eine Seniorenresidenz.
Weiter geht es über die Alte Stadtbrücke (Gamle Bybro) mit seinen roten Portalen und einem schönen Ausblick auf den Fluss. Man sagt, wenn man sich unter dem Portal küsst, hält die Beziehung ewig – ob’s stimmt?



Jetzt durchqueren wir das alte Viertel Bakklandet mit seinen engen Gassen und malerischen bunten Holzhäusern. Früher ein Arbeiterviertel der Werft, heute besiedelt mit Shops, Restaurants und Bars. Über die Brücke geht es zügig zurück zum Hurtigruten Kai, den wir pünktlich 15 Minuten vor Ablegen erreichen. Wir haben also die komplette Liegezeit mit dem Stadtrundgang ausgeschöpft. Man tut gut daran, die Zeit immer im Auge zu behalten, da das Schiff nicht wartet!




Silvesternacht
Nach dem Ablegen kann man noch im Trondheimfjord auf Steuerbord die Insel Munkholmen sehen. Sie ist heute ein beliebtes Ausflugsziel, hat aber eine wechselhafte Geschichte hinter sich: Hinrichtungsstätte, Kloster, Staatsgefängnis, Festung und deutsche Verteidigungsanlage im 2. Weltkrieg. Man kann dorthin mit einem Boot übersetzen (https://www.munkholmen.no/english).

Bis zum nächsten Hafen sind es nun 232km, der längste Streckenabschnitt der Route. Unterwegs passieren wir den markantesten und schönsten Leuchtturm Norwegens, den Leuchtturm Kjeungskjær, der mit seiner achteckigen Form oft als Fotomotiv dient. Auch hier könnte man eine Übernachtung buchen. Auf Deck 7 gibt es inzwischen für den, der mag, Miesmuscheln zum probieren. Alle genießen noch einmal die Sonne, die es heute gut mit uns meint. Ab morgen wird sie es nicht mehr schaffen, den Horizont zu übersteigen.



Heute gibt es ein 5-Gänge-Silvester-Galadinner. Wir haben uns etwas formeller angezogen, weil es in den Tipps der Hurtigruten stand. Aber der größte Teil der Passagiere war leger gekleidet, ganz wenige Männer mit Jacket und nur 2 oder 3 mit Anzug, ein Mann im Smoking und zwei Teenies mit Glitzerkleid. Also alles eher unkonventionell. Das Essen ist sehr gut. Es gibt Kingcrab-Creme auf Brot (Miniportion), Hummercremesuppe, Rentier mit Gratin und Gemüse und Moltebeerensorbet. Heute konnte man nichts auswählen aber einige Passagiere sagten, dass man besondere Wünsche und Allergien vorher hätte abklären können.
Dann geht es über eine offene Seestrecke (Folda), die uns ohne großen Seegang eine ruhige Fahrt gewährt. 10 Minuten lang ist der Halt um 20:40 Uhr in der kleinen Stadt Rørvik, bevor wir tatsächlich mit dem Silvesterfeuerwerk in den Hafen von Brønnøysund einlaufen. Auf der Brücke, unter der wir in die Bucht fahren, werden wir schon mit Raketen und großem Hallo von den dort versammelten Leuten begrüßt, und es ist ein schöner Anblick rundum die bunten Lichter zu sehen. Es gibt zum Anstoßen ein Glas Sekt und fast alle Passagiere haben sich auf Deck 7 versammelt. Der Wettergott meint es auch gut und beschert uns einen wolkenlosen Nachthimmel. Es bleibt genug Zeit noch in der Bar zu feiern, was aber sehr ruhig vonstatten geht. Um 1:45 Uhr beim Ablegen sind fast alle in ihren Kabinen, denn morgen früh zwischen 7:30 Uhr und 8:15 Uhr überqueren wir den Polarkreis, was sich kaum einer entgehen lassen möchte.


Polarkreisüberquerung
In der Nacht haben wir die Häfen Sandnessjøen und Nesna angelaufen, jeweils nur mit ein paar Minuten Aufenthalt. Wach geworden sind wir davon nicht.
Am Morgen überrascht uns die Durchsage, dass wir gleich (in 10 Minuten) den Polarkreis erreichen. Schnell in die warme Kleidung und an Deck. Gegen 8:00 Uhr ist es so weit. Die kleine Welt-Kugel auf der winzigen Insel Vikingen bei der Position 66° 33’ ist schemenhaft bei der Dunkelheit im Scheinwerferlicht des Schiffs zu erkennen.
Allerdings liest man auf der Hurtigrutenseite: „Die genaue Position des Polarkreises ist immer unterschiedlich, wenn Sie ihn passieren. Im Laufe eines Jahres verschiebt sich die gedankliche Linie um beinahe 15 Meter – während Vikingen und das Polarkreisdenkmal dort fest an Ort und Stelle bleiben. Die genaue Position der Linie hängt immer vom Winkel der Erdachse im Verhältnis zur Ebene der Umlaufbahn ab.“
Das traditionelle Zeremoniell schauen wir uns nur aus einiger Entfernung an. Ich habe keine Lust, mir bei unter 0 Grad Eiswürfel in den Nacken unter die Kleidung schütten zu lassen. Aber wer’s mag…

Ørnes und Bodø
Nach dem Frühstück verweilen wir lange an Deck. Wir durchfahren eine traumhafte Landschaft. Das Licht ist magisch, obwohl die Sonne nicht mehr zu sehen ist. Es sieht ein paar Stunden wirklich so aus wie ein permanenter Sonnenaufgang. Der rosafarbene Streifen über den weißen Schneebergen sieht aus wie im Märchen. Das verschneite Ørnes, dem nächsten Halt des Postschiffs, ist eine Postkartenidylle. Leider bleiben wir hier nur 10 Minuten liegen, so dass man nicht aussteigen kann.






Kurz vor Bodø werden wir nochmal an Deck gerufen. Wir erfahren, dass Bodø die Heimat des weltstärksten Malstroms, der Seeadler, der Mitternachtssonne und der Nordlichter ist. Der „Malstrom“ (Saltstraumen) ist ein Strudel, der entsteht, weil durch das Heben und Senken des Wassers bei Ebbe und Flut aus einem 80 Kilometer langen Fjord große Wassermassen in einen 2,5 Kilometer langen und rund 150 Meter breiten Sund gepresst werden. Beim momentanen Wasserstand ist von dem Strudel leider nicht viel zu sehen.
Bodø ist 2024 eine der Kulturhauptstädte Europas. Die Website „Visit Norway“ wirbt mit mehr als tausend Aufführungen, Konzerten, Kunstausstellungen und anderen Veranstaltungen, die das ganze Jahr über stattfinden. Uns zeigt sich der kleine Ort eher ruhig und verschlafen. Da wir 2 1/2 Stunden Zeit haben, machen wir einen kurzen Rundgang durch die verschneite Stadt. Freunde der Street Art können hier einige schöne Wandgraffitis bewundern. Auch die Bodø Domkirke mit ihrem freistehenden 36m hohen Turm ist sehenswert. Die drei Glocken ertönen jede volle Stunde mit einer netten Melodie.
Die alte Kirche wurde während eines deutschen Angriffs am 27. Mai 1940 zerstört. 1946 wurde ein Architekturwettbewerb veranstaltet und das Gebäude neu aufgebaut. Der Grundstein wurde 1954 gelegt und bereits 1956 konnte die Kirche vom damaligen Bischof Wollert Krohn-Hansen geweiht werden. Auch ein Denkmal für die norwegischen Gefallenen im Zweiten Weltkrieg befindet sich hier.









Hinter Bodø passiert das Schiff wieder eine offene Seestrecke, den Vestfjord und fährt auf die Lofotenwand zu (Bei Tageslicht sieht es so aus wie eine Wand).
Um 19:15 Uhr erreichen wir Stamsund auf den Lofoten. Einige Passagiere verlassen uns hier um an dem Ausflug „Wikingerfest“ teilzunehmen. Sie werden im nächsten Hafen wieder an Bord kommen.
Erste Nordlichter
Kurz vor dem Abendessen dann die von allen erwartete Durchsage: Northern Lights – Umlaufdeck 5.
So schnell waren wir noch nie angezogen. Die Lichter sind gut zu sehen. Es fängt langsam an und steigert sich permanent. Wir sind fasziniert. Das Umlaufdeck ist nur leider sehr eng. Man kann kein Stativ aufstellen und die vielen Menschen drängen sich um die besten Plätze. Nervig die vielen leuchtenden Handydisplays oder gar die Experten, die die Polarlichter mit Blitzlicht fotografieren. Leute, ihr macht den anderen die Aufnahmen kaputt! Mit dem neuesten Handy ist es offenbar kein Problem schöne Polarlichter zu knipsen. Das macht das Handy selbst. Ok, aber bitte ohne Blitz!
Wir kommen etwas zu spät zum Abendessen, aber das ist egal.
Nach dem Abendessen dann nochmal Polarlichter, diesmal an Deck 7, wo mehr Platz für ein Stativ ist. Eine gute halbe Stunde tanzen grüne Streifen am Himmel. Die Kälte merken wir erst, als die Show vorbei ist. Wir sind komplett durchgefroren, aber glücklich. Das war ein Tag, wie wir ihn uns gewünscht hatten.




Um 21:20 Uhr schauen wir uns die Einfahrt nach Svolvær, dem Zentrum des Fischfangs, an. In der Dunkelheit erkennen wir aber nicht viel von der „Fischersfrau“, einer Statue, die dort am Hafen steht. Und nur schemenhaft erahnt man die Trockengestelle für Stockfisch. Auf der Rückfahrt werden wir hier ein wenig mehr Zeit haben.
Wir bekommen noch die Durchfahrt durch den Raftsund, einer der schönsten Wasserstraßen Norwegens mit, verpassen aber die nur 100m breite Einfahrt zum Trollfjord, der mit seinen steil aufragenden Wänden eine der größten Attraktionen sein soll. Aber das nur im Sommer. Im Winter darf dort wegen Lawinengefahr kein großes Schiff hinein fahren. Die schmale Einfahrt wird aber von Scheinwerfern der Nordnorge beleuchtet. Viel zu sehen ist aber nicht, da es stockdunkel ist.

In der Nacht laufen wir noch die Häfen Stockmarknes, Sortland und Risøyhamn an mit nur jeweils wenigen Minuten Aufenthalt.
Auf dem Teilstück bis Tromsø nehmen wir zum ersten Mal bewusst wahr, dass es sich bei der Nordnorge um ein Postschiff handelt. Eine Gruppe von Passagieren nutzt es als Fähre ohne Kabine und verbringt die Nacht in der Observation Lounge oder auf den Sitzen im Café Molte.
Tromsø
Bei der Einfahrt in den Hafen von Harstad um 7:45 Uhr stehen wir auf, um einen weiteren Höhepunkt zu besuchen: die Stadt Tromsø. Aber erst mal halten wir noch kurz in Finnsnes und durchfahren eine wunderschöne Strecke, bei der es sich lohnt auf Deck zu sein.
Im Konferenzsaal gibt es einen Vortrag „Typisch norwegisch“. Ganz unterhaltsam, wie ein paar andere Vorträge während der Reise auch. Das Expeditionsteam ist sehr kompetent, engagiert und nett.




Tromsø, das wir um 14:15 Uhr erreichen, ist mit seinen knapp 78000 Einwohnern die größte Stadt des Nordens und hat den größten Fischereihafen. Sie hat eine Universität und ist Bischofssitz. Besondere Sehenswürdigkeiten sind sicher die imposante, bei Einfahrt in den Hafen schon von Weitem zu sehende Eismeerkathedrale und die Seilbahn Fjellheisen auf den Berg Fløyfjellet. Letztere besuchen nur wenige, da es schon dunkel wird und man oben nicht viel herumlaufen kann.



Wir schließen uns noch einmal ein paar Leuten unserer Reise-Gruppe an und fahren mit dem Bus Nr. 26 (ganz in der Nähe des Fährterminals) zur Eismeerkathedrale. Zu Fuß ist es kein schöner Weg, da man über die lange, viel befahrene Autobrücke laufen muss. Jetzt bei Dunkelheit kommt das bunte Glasmosaik-Fenster der Rückseite besonders gut zur Geltung. Vor dem Haupteingang steht noch ein riesiger Weihnachtsbaum. Überhaupt sieht man in allen Städten noch viel Weihnachtsdekoration, was eine schöne Stimmung verbreitet. In der Kirche selbst wirkt das Fenster unscheinbarer, da es nur schwarz weiß erscheint. Eine große Orgel kann man bestaunen und – einen Souvenier-Stand… Meiner Meinung nach verdirbt das ein wenig die Ruhe und Kirchenatmosphäre.






Mit demselben Bus fahren wir über die Brücke zurück und schlendern durch die Einkaufsstraße bis zum Dom. Wir gehen heute nicht hinein. Auf der Rückfahrt wird hier ein Mitternachtskonzert stattfinden. Bisher war das immer in der Eismeerkathedrale, aber weil man sich nicht auf die Bedingungen einigen konnte, ist es jetzt im Dom. Aber auch hier haben die Geschäfte momentan nicht so eine große Anziehungskraft, weil man wie überall beim Betreten die Spikes abmachen muss, die auch hier auf den Wegen unverzichtbar sind. Zwar gibt es in den größeren Städten um die öffentlichen Gebäude herum beheizte Bürgersteige, aber das ist immer nur punktuell. Auf den meisten Wegen ist es sehr glatt. Während einige aus unserer Gruppe noch die Brauerei besuchen wollen, kehren wir zum Schiff zurück. Dieser Stadtrundgang reicht für die 4 Stunden Liegezeit, um entspannt die Stadt zu erkunden. Das Aquarium und Polarmuseum sind sicher auch interessant, aber dazu braucht man mehr Zeit.






Um 18:15 Uhr legt die Nordnorge wieder ab. Das Abendessen ist heute zwar auch zur selben Zeit, aber in Buffetform und „Open Seating“. Wir sitzen an einem schönen Zweiertisch am Fenster und schauen uns die Abfahrt an.
Danach noch einmal Nordlichter! Diesmal am Bug des Schiffes zu sehen. Schön, aber nicht ganz so spektakulär wie gestern.



Nordkap
Von den Häfen Skjervøy, Øksfjord und Hammerfest bekommen wir nichts mit. Erst in Havøysund, einem kleinen Fischerdorf auf einer Insel in der Barentssee, machen wir uns zum Frühstück fertig. Vorher packen wir noch unsere Sachen für den Ausflug zum Nordkap.
Um 11 Uhr legen wir in Honningsvåg an, dem Tor zum Nordkap. Das Schiff bleibt nur 3 1/2 Stunden liegen, was schon sehr knapp ist. Von hier aus fährt man im Bus etwa 40 Minuten zum Nordkap. Wir haben leider denkbar schlechtes Wetter! Wolken, Wind und leichter Schneefall. Bis zum Kap ist es noch ok, aber dort bläst uns der Schneesturm fast um.
Hurtigruten schreibt auf ihrer Website: „Selbstverständlich ist die beliebteste Attraktion von Honningsvåg ein Besuch des Nordkaps. An der Kante des Schieferplateaus mit dem legendären Globus-Denkmal zu stehen und über das Meer zu blicken ist unvergesslich. Vom Nordpol trennt Sie hier nur noch die Inselgruppe Spitzbergen. Die klare, frische Luft und die Ausblicke auf das Meer und den sich daran anschließenden Horizont vermitteln das Gefühl, am Nordkap am Ende der Welt zu sein.“
Das wäre schön, aber wir sehen leider gar nichts, und um ein Bild mit der Kugel zu machen muss man sich am Geländer hochziehen um vorwärts zu kommen. Man kann kaum die Augen offen halten.
Das Museum ist ganz interessant, aber wir haben zu wenig Zeit, alles genau zu betrachten. Noch schnell den Nordkap-Panorama-Film im Theater ansehen, der eine Reise durch die vier Jahreszeiten am Nordkap zeigt, dann ist die Zeit auch schon um.



Zurück geht es wegen des Schneesturms im Convoi. Vorn der Schneeräumer, dann die Hurtigrutenbusse, dann alle anderen Autos und zum Schluss ein Sicherheitsfahrzeug. Routiniert fährt unsere Busfahrerin durch die Schneehölle. Etwas zu spät am Schiff angekommen geht es im Schnellschritt an Bord, Klappe hoch und schon legt die Nordnorge ab. Wer jetzt eine private Tour gebucht hätte, hätte das Nachsehen! Ein aufregender Tag. Auch wenn wir eigentlich nichts gesehen haben. Aber wir waren am nördlichsten Festlandpunkt! Aber mit 160 Euro pro Person war der Ausflug heute nicht wirklich das Geld wert. Aber egal, so ist die Natur halt.
Eigentlich ist es erst Nachmittag, aber es fühlt sich an wie Abend. Wir lassen es ruhig angehen in der Observation Lounge mit Lesen, Hörbuch hören und Tee trinken. Zwischendurch beobachten wir das Treiben in den Häfen von Kjøllefjord und Mehamn, der nördlichsten Anlegestelle der Hurtigruten, wo wir während des Abendessens anlegen.
Um 22 Uhr dann noch Berlevåg, bevor wir müde ins Bett fallen. Die Häfen Båtsfjord und Vardø verschlafen wir.
Bis wir wieder hier in Honningsvåg zurück sein werden, fährt das Schiff in der oft unruhigen Barentssee an der Küste der Finnmark vorbei.
Kirkenes
Beim Anlegen in Vadsø werden wir durch die Motorengeräusche geweckt. Es ist 07:00 Uhr und nur noch 2 Stunden bis zur Ankunft in Kirkenes, dem Wendepunkt des Postschiffs.
Vom Sturm ist nichts mehr zu merken. Es ist äußerst schönes Wetter. In Kirkenes machen die meisten gebuchte Touren mit, die Hundeschlittenfahrt mit Rentierbesichtigung oder den Besuch im Eishotel. Da wir schon mal Hundeschlitten gefahren sind, Rentiere gesehen haben und ein Eishotel aus Alaska kennen, verzichten wir auf die Touren. Um die 300 Euro pro Person sind uns einfach zu viel Geld. Ich hatte viele Rezessionen gelesen und die meisten liefen darauf hinaus, dass die eigentliche Fahrt zwischen 10 und 30 Minuten ist und der Rest Busfahrt und Warten bis man an der Reihe ist.
Und bei -23 Grad stelle ich mir das auch nicht wirklich angenehm vor. Unsere Tischnachbarn erzählen beim Abendessen dann auch, dass es zwar schön, aber auch kalt war. Sie haben es nicht bereut, hatten so etwas aber auch noch nicht erlebt. Es muss jeder selbst entscheiden, ob er so viel Geld investieren möchte. Und es ist sicher ein einmaliges Erlebnis, auch wenn keine Nordlichter zu sehen waren.
Eins möchte ich aber richtig stellen. In zwei Internetbeschreibungen war die Rede von ungepflegten dreckigen Overalls, die vorher schon etliche anhatten und von Läusen. Alle, die ich gesprochen habe haben davon nichts bemerkt. Auch nicht bei anderen Touren, wo Helme oder Stiefel gestellt wurden. Ich glaube auch nicht, dass Hurtigruten sich damit den Ruf verderben möchte. Wer weiß mit welcher Tour der Schreiber unterwegs war.
Nachdem die Tourbusse weg sind, haben wir über die Rezeption auf dem Schiff ein Taxi zum Anleger bestellt. Das ist in 5 Minuten da und fährt uns für etwa 20 Euro den Berg hoch zum Grenzlandmuseum (Varanger Museum). Das ist ein sehr interessantes kleines Geschichtsmuseum über den Krieg, in dem ich einiges über die damalige Rolle von Kirkenes erfahren habe, was ich vorher nicht wusste. Immerhin liegt der Ort nahe der russischen und finnischen Grenze und war ein wichtiger Stützpunkt. Nur wenige Kilometer entfernt liegt schon die russische Stadt Murmansk. Seit den 90er Jahren gab es hier vorsichtige Annäherungen unter der Bevölkerung, die der Ukrainekrieg aber wieder zunichte gemacht hat.
Fast mitten in der Stadt liegt auch die Andersgrotta, eine Grotte, die während des zweiten Weltkrieges der Lokalbevölkerung als Luftschutzbunker diente. Aufgrund der Lage gab es hier in Kirkenes häufig Luftalarm. Man kann den Bunker aber nur in einer geführten Tour besichtigen.



Vom Museum aus gehen wir durch den knirschenden Schnee hinunter in die Innenstadt. Es ist recht hell jetzt um 11 Uhr und am Horizont breitet sich wieder dieses magische Licht aus.
Dort kommen wir zuerst an einem kleinen Einkaufszentrum (AMFI) aus. Kurz davor geht es nach rechts ins Stadtzentrum. Da die Fußgängerzone noch weihnachtlich geschmückt ist, können wir sie nicht verfehlen. Hier gibt es ein paar kleinere Läden und Restaurants. Nach ein paar Metern führt nach links die Rådhusgata zum Rådhusplassen (Rathausplatz) mit dem modernen Rathaus. Vor dem Gebäude geht man nach rechts auf die kleine Kirche zu. Alles ist hier tief verschneit und noch weihnachtlich beleuchtet und sieht sehr malerisch aus.
Wir gehen wieder nach rechts Richtung Fußgängerzone, wo man auf dem Platz vor dem Samfundshuset, einem Veranstaltungsraum, ein Denkmal für die Kriegsmütter findet. Von hier kann man wieder nach links Richtung Meer gehen und am Ufer entlang bis zum Hurtigrutenkai. Bei den eisigen Temperaturen ziehen wir es allerdings vor, ein paar geschütztere Parallelstrassen zu benutzen.
Eigentlich hätten wir noch eine Stunde Zeit. Wir statten noch dem kleinen Souveniershop am Anleger einen Besuch ab, wo wir Moltebeerengelee erstehen, das es nicht überall gibt. Die Moltebeere ist hier sehr populär, aber man findet fast überall nur die Marmelade mit vielen harten Kernen. Unsere Reiseleiter haben uns den Tipp gegeben, wo man den Aufstrich als Gelee kaufen kann. Ein paar warme Socken für mich und eine Trollfigur für Peter müssen noch mit. Dann begeben wir uns auf das Schiff und wärmen uns im Speisesaal beim Lunch auf. Es ist leer hier, weil die meisten noch auf ihrem Ausflug sind.
Um 13:00 Uhr legt die Nordnorge wieder ab und beginnt die Tour südwärts.
Vielleicht interessant für jemanden, der auch auf eigene Faust losgehen möchte, aber dennoch mit Guide (ich habe es erst zu spät gesehen):
https://www.visitnorway.de/listings/kirkenes-stadtführung-zu-fuss/229881/












Nochmal Nordlichter
In der Nacht legen wir 5 mal an: in Vardø, Båtsfjord, Berlevåg, Mehamn und Kjøllefjord.
Mitten in der Nacht dann wieder die Durchsage „Northern Lights auf Deck 7“. Ich springe aus dem Bett in meine Sachen. Peter will jetzt nicht mehr raus und schaut nur aus dem Fenster, so wie wohl viele andere auch. Wir hatten wirklich Glück auf dieser Reise. Ich stehe mit nur zwei anderen Passagieren oben auf Deck und genieße die Ruhe und die Lichter. Keiner fotografiert mehr und kein Display stört. Und das ist auch ein wirklich schönes Erlebnis. Aber kalt ist es! Im Bett rolle ich mich erst mal wieder in die weichen Decken und werde erst wach, als wir um 6 Uhr in Honningsvåg anlegen. Beim Frühstück können wir dann noch die Anlegeprozedur in Havøysund beobachten. Die Barentssee liegt jetzt hinter uns und war sehr freundlich zu uns. Kaum Seegang, nur ein wenig schaukeln.
Hammerfest
Um 11:00 Uhr sind wir wieder in Hammerfest. Sie nennt sich die nördlichste Stadt Europas, was jedoch eigentlich Honningsvåg ist. Der Polarforscher Fridtjof Nansen startete aber von hier aus seine Polarexpeditionen. Im Stadtwappen sieht man einen Eisbären – nicht weil es diese hier gibt, sondern weil die Stadt Ausgangspunkt der Eisbärenjagd auf Spitzbergen war.
Der Anleger ist auf der anderen Seite der Bucht, weil der eigentliche stadtnahe renoviert wird. Wir haben einen Shuttlebus gebucht (etwa 10 Euro pro Person). Er fährt uns in die Stadtmitte, wo wir knapp eine Stunde Zeit haben, den Ort anzusehen. Es schneit in dichten Flocken und das Vorankommen ist nicht einfach. Wir stapfen zuerst zum absoluten (Touristen-) „Musst“, dem Eismeerportal vor dem Rathaus, einem blauen Bogen mit zwei Eisbären. Besser wäre es gewesen, hier antizyklisch zu gehen, weil alle erst dorthin laufen. Hammerfest ist die Stadt des sogenannten Eisbärenclubs, in den man nur aufgenommen wird, wenn man hier war.
Man erfährt auf der Website:
„Sie können Mitglied im Eisbärenklub werden, indem Sie uns besuchen und sich anmelden. Als Mitglied im Klub erhalten Sie:
- Die berühmte emaillierte Eisbärennadel aus Silber
- Ein datiertes Diplom das vom Bürgermeister unterschrieben ist
- Eine Mitgliedskarte mit persönlicher Mitgliedsnummer
- Aufkleber
- Ein Rabatt von 10% auf allem was Sie in unserem Souvenirgeschäft einkaufen, außer Postkarten und Briefmarken
Die Mitgliedschaft kostet einmalig NOK 220,-“ (Quelle: Website Eisbärenclub)
Man kann dazu noch eine Ausstellung besichtigen, wozu wir aber keine Zeit mehr haben.
Wir kämpfen uns bis zur kleinen Kirche voran, die mit ihrer dreieckigen Form wirklich sehenswert ist.
„Die lutherische 1 Kirche von 1961 ist ein moderner Bau, auffällig die Dreiecksform als Stilelement. Vor dem Altar ist ein großes Glasmosaik, auch an den Seitenwänden befinden sich Glasmosaike mit christlichen Motiven. Über der Galerie an der Rückseite ist eine 2010 gefertigte Orgel. In einer kleinen Seitenkapelle befinden sich sakrale Gegenstände, die aus den vorhergehenden Gotteshäusern stammen. Unter der Kirche befinden sich Versammlungsräume, sie wurden als Luftschutzraum konzipiert.“ (Quelle: Wikivoyage)
Als wir die Kirche verlassen, hat es aufgehört zu schneien. Aber man muss wirklich vorsichtig sein, da unter dem frischen knietiefen Schnee Eisplatten sind, auf denen man trotz Spikes ausrutschen kann, wie wir in eigener leidvoller Erfahrung feststellen müssen. Jetzt ist der Platz vor dem Rathaus leer und wir machen noch ein paar Fotos bevor wir in den Bus einsteigen.







Tromsø
Der Nachmittag verläuft sehr ruhig. Nach den beiden Stopps in Häfen Øksfjord und Skjervøy erreichen wir um 23:45 Uhr wieder Tromsø. Die Eismeerkathedrale leuchtet uns wieder von weitem entgegen. Nach dem Anlegen gehen wir mit einer großen Gruppe zum Dom, der nur 3 Minuten entfernt ist und wo heute Nacht das Mitternachtskonzert stattfindet. Ein Organist/Klavierspieler, ein Mann mit Querflöte und eine Sängerin mit einer sehr schönen Stimme sorgen 40 Minuten für eine tolle Atmosphäre. Diese Aufführung sollte man sich nicht entgehen lassen. Wer kein Konzertfreund ist, könnte den Aufenthalt auch für einen Besuch des Pubs mit Livemusik nutzen. Noch ganz unter dem Eindruck der Musik gehen wir durch die Dunkelheit zurück zum Schiff. Die 1 1/2 Stunden Liegezeit sind schon wieder vorbei.

Wieder über den Polarkreis nach Süden
Der nächste Tag ist für uns ein reiner Seetag. Die Stopps sind meist zu kurz um auszusteigen. Einige Gäste haben jedoch Lofotentouren gebucht, die von einem zum nächsten Hafen gehen.
Wir fahren wieder durch eine wunderschöne Landschaft, die wir auf der Hinreise zum Teil nur im Dunklen durchquert haben.
Kurze Ausladestopps gibt es in: Finnsnes, Harstad, Risøyhamn, Sortland, Stockmarknes, Svolvær, Stamsund, Bodø, Ørnes, Nesna und Sandnessjøen.
Ein paar Impressionen der Strecke :
Wir werden erst wach, als wir um 08:00 Uhr in Harstad anlegen. Beim Frühstück sehen wir die Sonne aufgehen, die es aber noch nicht über dann Horizont schafft, obwohl es mit jedem Kilometer Richtung Süden immer heller wird. Die Gegend hier ist traumhaft schön. Die schneebedeckten Gipfel glänzen unter dem roten Himmel. Ein tolles Licht!

Kurz vor Risøyhamn passieren wir eine sehr flache und schmale Stelle, den Risøy-Kanal (Risøyrenna). Das ist ein künstlicher Kanal von 4,8 km Länge durch den Risøysund, der bis zum Bau nicht befahrbar war. Bei Ebbe konnte die Stelle mit Pferden überquert werden. Hurtigrutengründer Richard With war Mitglied des norwegischen Parlaments und setzte sich für den Bau des Kanals ein, der seinen Handelsposten in Risøyhamn für mehr Schiffe zugänglich machte. Später wurde er noch verbreitert, damit auch die Postschiffe hindurchfahren konnten. Die MS Finmarken mit Richard With an Bord weihte 1922 den Kanal ein und wurde von etlichen Booten begleitet, auf denen viele berühmte Persönlichkeiten waren, darunter König Haakon von Norwegen. Während wir durch den Kanal fahren, sehen wir entfernt am Ufer 3 Elche entlang laufen. Schade, jetzt ist das Fernglas in der Kabine!


In Risøyhamn gibt es gegenüber des Anlegers einen kleinen Gedenkstein mit den goldenen Unterschriften der drei norwegischen Könige. In den 15 Minuten Aufenthalt spurten ein paar Passagiere rüber um ein Foto zu machen. Wir schauen lieber von Deck zu.


Stokmarknes ist quasi die Wiege der Hurtigruten und das Hurtigrutenmuseum liegt direkt am Kai. Hier haben wir eine knappe Stunde Zeit, um uns die dort ausgestellte MS Finmarken anzuschauen. Damit wir Zeit sparen gibt es vorher an Bord einen Vortrag des Expeditionsteams, so dass wir nicht alle Beschreibungen dort lesen müssen. Die Tickets bekommen wir auch schon an Bord und werden durch einen Seiteneingang ins Museum geführt. Wir finden es sehr interessant, die Zeit ist aber trotz guter Vorbereitung viel zu kurz um alles anzuschauen. Beim Ablegen um 15:15 Uhr ist die Sonne schon wieder untergegangen.





Im weiteren Verlauf fahren wir wieder durch den Raftsund an der Einfahrt des Trollfjord vorbei. Aber auch dieses Mal ist es leider schon zu dunkel, um viel zu erkennen. Dafür kann man einen heißen Kakao mit Rum (oder was auch immer darin ist…) kaufen und darf die Tasse als Andenken behalten.
In Svolvær haben wir 1 Stunde Zeit. Wir beeilen uns mit dem Essen und gehen von Bord, um das „Magic Ice Lofoten“, das Eismuseum anzuschauen. https://www.magicice.no/listings/svolvaer-lofoten/









Die nächsten 2 Stopps verschlafen wir und werden unsanft durch die Durchsage geweckt, als wir uns dem Polarkreis nähern. Es ist kurz nach acht Uhr und noch ziemlich dunkel, so dass man auch dieses Mal nicht so viel von der Weltkugel sehen kann. Das Ritual ist jetzt ein anderes: Wer mutig ist, bekommt einen Löffel mit Lebertran (früher ein wichtiges Mittel der Seeleute um Skorbut zu vermeiden). Ich wundere mich, wie viele das machen. Wir finden uns zu einem Foto mit der Reisegruppe zusammen und nutzen die letzte halbe Stunde des Frühstücksbuffets.
Das Wetter wird immer schlechter und die „Sieben Schwestern„, eine Bergkette, verschwindet im Nebel, schade!



Die Sage des Torghatten
Um diese Bergkette der 7 Schwestern rankt sich eine interessante Sage, die ich hier wiedergebe.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Torghatten)
„Der ungehorsame Sohn des Trollkönigs Vågekallen, Hestmannen, lebte in Svolvær. Auf der anderen Seite des Vestfjordes lebte der mächtige Trollkönig Sulitjelmakongen, der sieben Töchter hatte, die eine wilder als die andere war. Deshalb schickte Sulitjelmakongen seine Töchter zur ehrbaren Jungfrau Lekamøya. Eines schönen Abends schaute Hestmannen über den Vestfjord und sah Lekamøya ein Bad im Fjord von Landego nehmen und sich die Haare kämmen. Sofort begehrte Hestmannen sie. In voller Rüstung preschte er mit seinem Pferd über den Vestfjord. Lekamøya und die sieben Schwestern begaben sich auf eine wilde Flucht. Die sieben Schwestern konnten sich schon vorstellen, den Hestmannen zum Gatten zu nehmen und hockten sich bei Alstahaug nebeneinander hin. Doch Hestmannen würdigte sie keines Blickes, da er nur Augen für Lekamøya hatte. Als diese jedoch immer mehr Vorsprung gewann, nahm er seinen Bogen und schoss einen Pfeil auf sie ab. Dies beobachtete jedoch der König der Sømnaberge und warf seinen Hut in die Bahn des Pfeils. Der Hut blieb auf der Insel Torgar durchschossen liegen. Über die wilde Jagd vergaßen alle wie kurz die Sommernächte im Norden sind und schon ging die Sonne auf und alle versteinerten, wo sie gerade saßen oder standen: Der Hut als Torghatten, die sieben Schwestern bei Sandnessjøen und Lekamøya auf der Insel Leka, wo sie Schutz gesucht hatte.“
Brønnøysund
Kurzzeitig wird wegen des Wetters gemunkelt, dass man eventuell in Brønnøysund, wo wir Silvester waren, nicht in den in den Hafen einfahren kann. Das wäre unser letzter längerer Stopp. Aber der Wind lässt nach, so dass wir um 15:00 Uhr doch den Hafen erreichen. Eine kleine Gruppe unserer Reisegesellschaft folgt dem Tipp unserer Reiseleitung und macht einen Rundgang am Kai vorbei, hoch zum Friedhof, um einen kleinen See herum und zurück zum Schiff. Und das wieder durch eine wunderschöne Schneelandschaft, die das Dunkel des Abends erhellt. Sehr romantisch! Im Eissalon am Anleger kaufen sich einige noch „das beste Softeis Norwegens“. Aber wir verzichten, weil es gleich das 5-Gänge Galadinner zum 130sten Jubiläum der Hurtigrouten gibt. Das Jubiläum war zwar 2023, aber unsere Reise hat ja da auch begonnen. Deshalb kommen auch wir noch in diesen Genuss, und es war wirklich hervorragend.



Nach der Abfahrt passieren wir den oben in der Sage erwähnten Torghatten, den wir in der Dunkelheit aber auch leider nicht sehen können.
um 21:00 Uhr beobachten wir noch die Aktivitäten beim Anlegen in Rørvik bei einem Bier und Cocktail in der Bar auf Deck 7 bevor wir in unsere Kabine gehen.
Diesmal ist die Nacht auf der offenen Seestrecke etwas unruhig, aber noch auszuhalten.
Um 6:30 Uhr erreicht das Schiff Trondheim. Auf der Hinfahrt fanden wir die Stadt zwar sehr schön und wir hätten auch 3 Stunden Zeit, aber es ist noch so früh, dass nichts geöffnet hat. Außerdem ist es noch stockfinster und schlechtes Wetter. Man könnte eventuell auf eigene Faust noch das Denkmal von Leif Erikson anschauen, das sich nicht weit vom Anleger befindet. Aber wir ziehen es vor an Bord zu bleiben. Die Passagiere, die einen Ausflug gebucht haben verlassen das Schiff während wir uns nochmal im Bett umdrehen und dann später gemütlich im ziemlich leeren Restaurant frühstücken.
Um 14:00 Uhr gibt es für unsere Reisegruppe ein Treffen, um das Prozedere am morgigen Abreisetag zu besprechen, was wir jedoch auch schon in schriftlicher Form am Vorabend an der Tür hatten, so wie die sehr guten Infos zu allen Reisetagen und Häfen der 12 Tage. Danke an Dieter und Günter, die das hervorragend organisiert haben. Ein letzter Sekt und Verabschiedung an Deck – das Ende der Reise ist schon ziemlich nah.

Kristiansund
Wir erreichen gegen 16:40 Uhr etwas verspätet Kristiansund, die Stadt des Klippfischs (gesalzener, getrockneter Kabeljau). Statt auf Gestellen hat man hier die Fische auf den Klippen zum Trocknen ausgebreitet. Man findet die Skulptur einer Klippfischerin und eines Jungen am Kai, wenn man etwa 10-15 Minuten vom Schiffsanleger nach links die Uferpromenade entlang läuft. Für die kurze Liegezeit aber ein sportliches Unternehmen, vor allem bei den glatten Wegen. Daniel vom Expeditionsteam läuft mit einer Flagge vorweg, damit man nicht noch den Weg suchen muss. Kurzer Fotostopp und dann zurück. Um 17:30 Uhr legt das Schiff wieder ab.



Und schon ist es wieder Zeit zum Abendessen. Also, auch wenn die Portionen nicht so groß sind, verhungern wird sicher niemand auf der Reise!
Nach dem Abendessen packen wir unseren Koffer, den wir bis morgen früh um 10:00 Uhr an den Aufzug stellen müssen.
Anschließend lassen wir den letzten Abend bei einem Cocktail und Bier in der Observation Lounge ausklingen.
Hier beginnt jetzt wieder die offene Seestrecke Hustadvika, die uns auch diesmal nicht ärgert.
Auch von der Fahrt um das oft unruhige Westkap merken wir nichts. Hier ist ein Tunnel in Planung, der Stad-Schiffstunnel, durch den in Zukunft die Schiffe fahren sollen, um die stürmische Seepassage zu umgehen. Der Bau der rund 1,7 Kilometer langen Röhre durch ein Felsmassiv auf der Halbinsel Stad ist kontrovers diskutiert worden, soll aber jetzt verwirklicht werden.
Eine halbe Stunde legen wir noch in Molde an und verschlafen dann die letzten Häfen Ålesund, Torvik und Måløy bevor wir kurz vor Florø wach werden. Schnell duschen, letzte Sachen packen, auschecken und dann unser letztes Frühstück mit Blick durch die großen Fenster des Speisesaals. Leider ist es im Moment wieder bewölkt.
Ende der Reise
Bevor wir um 14:45 Uhr wieder in Bergen sind, können wir, diesmal bei schönerem Wetter, noch einmal die Aussicht beim Mittagessen genießen.




Die Einfahrt in den Hafen von Bergen schauen wir uns diesmal an Deck an. Danach geht wieder alles recht schnell und hektisch: Runter vom Schiff, Koffer vom Band im Terminal nehmen, in den Shuttle Bus, vor dem uns unsere Reiseleiter das letzte Mal erwarten. Der Bus fährt uns zum Flughafen, wo wir Zeit genug haben zum Einchecken.
Der Flieger startet relativ pünktlich und auch in Amsterdam gibt es keine Verzögerungen. Trotzdem ist das Umsteigen für die kurze Strecke lästig.
In Frankfurt begrüsst uns dann die deutsche Bahn wieder mit einem Streik, so dass unser Sohn uns mitten in der Nacht mit dem Auto abholt.
Fazit der Reise:
34 Häfen liegen hinter uns, von manchen haben wir gar nichts mitbekommen.
Es war wunderschön, was aber auch daran lag, dass wir sehr viel Glück hatten, sowohl mit dem Wetter, als auch mit den erwarteten Polarlichtern. Ich kenne Leute, bei denen das anders war. Sie hatten mit Sturm und ausgefallenen Häfen zu kämpfen und Polarlichter waren wegen des Wetters nicht zu sehen. Das sollte man vorher bedenken. Die Natur kann man nicht beeinflussen.
An einigen Orten hätte ich mir mehr Zeit gewünscht, aber dafür ist eine solche Postschiffreise nicht die richtige Wahl. Jetzt im Winter haben wir die Zeit auf der Nordnorge genossen. Im Sommer würde ich gern einiges nochmal in der Mittsommersonne sehen, aber dann in anderer Form. Vielleicht mit einem Expeditionsschiff, vielleicht das Postschiff als „Port to Port Reise“ mit Übernachtungen an schönen Orten. Es gibt viele Möglichkeiten und wir haben sicher 2-3 Jahre Zeit alles zu überdenken.
Die Reise ist verhältnismäßig teuer, so dass man eventuell hinterher enttäuscht ist, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden. Bei uns war es nicht so und wir sind froh, die Reise gemacht zu haben.

