Hinflug mit Hindernissen
Eine knappe Woche Alaska liegt jetzt schon hinter uns, die wir in Anchorage und auf der Halbinsel Kenai verbracht haben (siehe Reisebeschreibung „Alaska 2024“).
Nach einer Nacht im Aspen Suites Hotel machen wir uns auf zum Airport. Wir haben für 4 Tage eine Hütte in der Brooks Lodge gebucht. Um hier eine Unterkunft zu bekommen muss man an einer Lotterie teilnehmen. Erst wenn man Glück hat und einen Platz bekommt kann man buchen. Obwohl es sehr teuer ist, gibt es Hunderte von Bewerbern. Und es gibt nur 16 Cabins und einen kleinen Campingplatz. Tagestouren werden allerdings von mehreren Agenturen in Anchorage, Homer und von Kreuzfahrtschiffen angeboten. Sie sind aber im Verhältnis noch teurer und man hat nur wenige Stunden vor Ort. Und das zu der Tageszeit, wenn die meisten Leute dort sind.
Wir haben uns bewusst diese Zeit Ende August ausgesucht, weil die Hauptsaison dann vorbei ist. Es sind dann zwar nicht 20 oder mehr Bären an den Wasserfällen zu sehen, aber es sind auch nicht so viele Tagesgäste da. Man kann ein Stativ aufbauen, was in der Hauptsaison verboten ist und man bekommt immer einen Platz in der ersten Reihe und kann in Ruhe die Bären beobachten.
Zunächst klappt alles prima. Wir deponieren unsere Koffer im Hotel, nehmen unsere kleinen Reisetaschen, checken aus und fahren zum Parkhaus. Die Übergabe geht sehr schnell und im Gegensatz zu Frankfurt sieht hier alles vertrauenserweckend aus. Wir werden zum South-Terminal gebracht und sind viel zu früh am Schalter von ACE (Alaska Central Express). Hier ist nichts, wo man sich mal einen Kaffee holen kann, also laufen wir die endlosen Gänge zum North-Terminal entlang und warten dort in einem Cafe. Beim Zurückkommen erfahren wir, dass der Flug mehr als 2 Stunden Verspätung hat. Das Wetter kann es nicht sein – es ist sonnig und alle anderen Flüge finden statt. Zumindest können wir das Gepäck abgeben. Niemand sagt uns einen Grund. Nach endloser Wartezeit heißt es dann, dass wegen Maschinenschaden hier heute nichts mehr geht. Man hat uns umgebucht auf Katmai Air. Na super! Bis alle ihr Gepäck wieder haben, zum anderen Terminal gefahren wurden und dort das ganze Checkin Prozedere noch einmal durchgemacht haben ist wieder eine Stunde vergangen. So langsam sind alle sauer – bei einem Preis von 1000$ pro Tag in der Lodge ist es mehr als ärgerlich, den ganzen ersten Tag zu verlieren. Um halb 4 starten wir endlich – aber der Pilot muss noch kurz einen Zwischenstop einlegen um irgendwo in der Wildnis etwas abzuliefern.
Unsere Hütte und die ersten Bären an den Brooks Falls
Um 6 Uhr abends sind wir endlich da und müssen noch in die „Bear School“ – ist zwar wichtig, aber für uns überflüssige Zeit, da wir erstens das Video schon zu Hause gesehen haben uns zweitens schon mehrfach im Bärengebiet unterwegs waren und die Regeln kennen. Wenigstens sehen wir bei der Landung als „Begrüßungskommitee“ schon mal 2 Bären am Strand laufen.




Da der Sonnenuntergang hier zur Zeit etwa um halb 10 abends ist, schenken wir uns das Abendessen, das sowieso in ein paar Minuten zu Ende wäre, legen das Gepäck in die Hütte und schnappen uns die Kameras. Es ist ein schöner sonniger Abend und wir wollen noch zu den Falls. Etwas mulmig ist uns schon, hier so allein 1,2 Meilen durch den Wald zu laufen, wo wir an jeder Ecke auf Bären treffen könnten. Vom Boardwalk aus direkt hinter der Lodge sehen wir zwei Bären, die im See auf Jagd nach Lachsen sind. Wir beobachten sie eine Weile.




Aber wir wollen ja noch weiter. Auf der Platform treffen wir noch auf etwa 20 Leute, das ist übersichtlich. Im Hochsommer tummelt sich hier ein Vielfaches an Besuchern, und man muss sich in eine Liste eintragen. Wenn man dann an der Reihe ist, hat man eine halbe Stunde zum Schauen. Heute können wir bleiben so lange wir wollen. Allerdings ist momentan auch nur eine Bärin da, die aber äußerst fotogen in der Abendsonne am Rand des Wasserfalls steht und versucht, die hochspringenden Lachse zu fangen – genau so, wie man es sich vorgestellt hat. Ihre auffallend blonden wuscheligen Ohren glänzen im Sonnenlicht.
Zwischendurch läuft noch ein Bär unter der Platform her. Nach dem Stress des Tages genießen wir die Ruhe und beobachten die Tiere bis etwa 9 Uhr.





Die Sonne geht langsam unter und wir machen uns auf den Weg zurück zu unserer Hütte. Dort sind wir froh, dass wir Käse und Cracker haben für ein verspätetes Abendessen. Schließlich hatten wir den ganzen Tag über nichts gegessen. Gemütlich lassen wir den Tag dann noch am Kaminfeuer im Haupthaus ausklingen. Bier und Wein oder Cocktails sind relativ teuer (9-12 Dollar), aber Kaffee, Kakao und Tee bekommt man soviel man möchte umsonst.
Zurück in der Hütte richten wir uns erst mal ein. In dem kleinen Raum stehen 2 Stockbetten (mit Bettzeug). Eine Holzwand, die nicht bis zur Decke reicht, trennt den Schlafbereich vom Bad mit einer Toilette, Waschbecken und Dusche mit Handtüchern und Waschartikeln. Hier steht auch noch eine Art Schreibtisch und ein Stuhl. Mit 4 Personen möchte ich hier nicht wohnen. Immer wieder findet man in Facebookgruppen Leute, die nach Mitreisenden suchen um sich die Kosten für ein Cabin zu teilen. Das würde ich mir gut überlegen. Privatsphäre gibt es nicht. Aber für uns beide ist es ganz gemütlich. Das obere Bett benutzen wir als Kleiderablage. Mein Rucksack fungiert als Nachttisch. Wir schlafen sehr gut.





Der zweite Tag in der Lodge
Am Morgen frühstücken wir in der Hütte um keine Zeit zu verlieren. Wir haben einen kleinen faltbaren Reisekessel in Seward gekauft, mit dem wir uns jetzt einen Kaffee machen. Tassen, Löffel etc muss man mitbringen – wir haben zwei Pappbecher von Starbucks mit und unser Camping Besteck. Als „Teller“ fungieren Servietten und eine Plastiktüte. Das Frühstück besteht neben dem Kaffee aus Bananacake und Apfel. Eigentlich hieß es mal, dass man Essen nur in der abgezäunten Zone am Campingplatz und in der Lodge haben darf, aber innerhalb der Hütten wird es wohl geduldet, jedenfalls sehen wir auch in den anderen Hütten Leute mit Keksen und Getränken. Auch die zur Verfügung gestellten Badartikel haben einen leichten Geruch. Zumindest schließen wir aber die Tür immer ab, da es diverse Videos gibt, wo Bären Türen von Autos und Häusern öffnen. Und man muss hier immer damit rechnen, dass einige durch das Camp laufen. Auf stark riechende Lebensmittel sollte man in jedem Fall verzichten.
Recht früh machen wir uns auf zu den Bären. Es ist tolles Wetter, was schon mal enorm die Laune hebt. Ganz am Anfang neben der Brücke an der Lodge tummeln sich drei Bären. Eine Menge roter Lachse schwimmen im flachen Wasser. Wir schauen den fischenden Bären zu bis sie im Wald verschwinden – dort, wo wir jetzt gleich hin wollen. Noch sind keine Tagesausflügler unterwegs, so dass wir den Weg wieder allein gehen. Wir befolgen die wichtigste Regel und unterhalten uns laut, damit wir kein Tier überraschen. Ich möchte auch nicht wirklich gern einem auf dem Weg begegnen, weil man dann nach links oder rechts ins Gebüsch ausweichen muss, bis er vorbei ist. Und das kann dauern, wenn es ihm einfällt, dort mal kurz einen kurzen Nap zu machen. Wenn man also einen Termin wahrnehmen muss (Abflug oder Ausflug) sollte man Extrazeit einplanen für den Weg.



Auf der Plattform haben sich schon einige Lodgegäste versammelt, aber es ist Platz genug.
Ein ziemlich großer Bär steht im Wasser vor den Fällen und kurz darauf kommen die drei von eben und stellen sich an den Rand. Es scheint eine Mutter mit 2 Jungen vom letzten Jahr zu sein.
Andere Gäste nennen sie Beady Bunch, den anderen Walker oder Chunk oder benennen ihn mit einer Zahl. Für mich ist es schwierig sie zu unterscheiden und ich genieße das Treiben, egal wie der Bär heißt. Später gesellt sich die Bärin mit den blonden Ohren von gestern noch dazu und etwas weiter flussabwärts jagt ein weiterer im flachen Wasser umher.








Je mehr es auf 11 Uhr zu geht, umso mehr füllt sich sich Plattform mit Tagesgästen, so dass der inzwischen anwesende Ranger mahnt, die guten Plätze auch mal für andere frei zu geben. Er schickt aber niemanden weg.
Da inzwischen die drei Bären vom Morgen wieder im Wald verschwunden sind, gehen wir zurück Richtung Lodge. Am vorderen See treffen wir sie dann wieder. Viele Gruppen von Menschen kommen uns jetzt entgegen, neben Anglern auch eine Menge Tagesgäste in Shorts und Sandalen, die wie ein Parfümladen riechen. Merkwürdig, dass da kein Ranger in der Bearschool etwas sagt – immer wieder heißt es doch eindringlich: Nichts stark riechendes mitnehmen – nicht mal ein Kaugummi sei erlaubt. Wir kennen die Regeln von anderen Gebieten, wo das akribisch kontrolliert wurde. Offenbar will man es sich inzwischen nicht mit den immer zahlreicher werdenden (gut zahlenden)Touristen verscherzen. Nur eine Frage der Zeit, dass es zu kritischen Begegnungen kommen wird. Aber dann wird mit Sicherheit wieder das Tier darunter leiden indem man es wegschafft oder sogar tötet.
Heute Mittag nochmal zu den Wasserfällen zu gehen lohnt sich nicht. Mindestens 10 Flugzeuge und einige Boote stehen am Strand, wo sie die Tagesgäste abgeladen haben. Wir wollen abwarten, bis sie wieder weg sind und leisten uns heute einmal ein Lunch (29 Dollar, Senioren bekommen Ermäßigung). Es gibt ein Buffet mit Salat, Suppe, Lachspie, Nudeln mit Soße, Kartoffelecken und zum Nachtisch Kuchen. Dazu Eistee, Softdrinks und Kaffee. Wir finden es ganz ok. Allerdings ist es sehr laut und man sitzt eng an langen Holztischen und Bänken.
Nach dem Essen machen wir einen Spaziergang in die andere Richtung, wo ein Schild zur „Historic Site“ weist – einem Holzhaus mit Erklärungen über die frühen Siedler.

Wir stoßen auf einige sehr frische Bärenhinterlassenschaften, begegnen aber keinem Bären. Dafür aber geraten wir am Strand dann in eine ankommende Gruppe, die von einem Ranger weggescheucht werden, weil ein Bär am Strand entlang läuft. Da er nicht unterscheiden kann, wer von den vielen Menschen noch nicht in der Bearschool war, werden wir kurzerhand mit hochgejagt. Schade!

Nach und nach fliegen die Wasserflugzeuge wieder ab. Wir trinken noch einen Kaffee im Zimmer und machen uns dann auf den Weg zum Wasserfall. Viele Gruppen kommen uns jetzt entgegen und die Platform ist relativ leer. 6 Bären können wir wieder beobachten und wir bleiben bis es kühl wird.
Nach unserem Galaessen auf dem Zimmer (Käse und Cräcker) wollen wir den Weg nicht noch einmal laufen und pendeln zwischen Strand und vorderem Boardwalk, wo sich auch drei Bären aufhalten.
Ein letzter Drink am Kamin und dann fallen wir totmüde ins Bett. Wir sind heute eine Menge Kilometer gelaufen.
Ausflug zum Valley of the 10000 Smokes
Der zweite Tag begrüßt uns leider mit Regen. Heute um 9 Uhr soll unser Ausflug zum „Valley of the 10000 Smokes“ starten. (etwa 100 Euro p.P.) Dick in Regenklamotten gehüllt gehen wir Richtung Treffpunkt, wo eine Art alter Schulbus auf uns wartet. Unser „Blondohr“ fischt schon im See. Den Bären ist das Wetter egal. Im Bus sind noch etwa 10 Leute. Ein paar haben (wahrscheinlich wegen des Regens) abgesagt.
Die Fahrt geht über einen holprigen Weg, durch 3 Flussläufe bis zum Visitorcenter des Nationalparks, das oben fast auf einem Gipfel liegt. Unterwegs gibt es drei Haltepunkte. Der erste lässt das Schlimmste befürchten. Es gießt in Strömen und die Aussicht ist frustrierend. Das, was der Ranger erzählt ist zwar sehr interessant, aber alle sind froh, als sie pitschnass wieder im Bus sitzen. Beim zweiten Stopp an einer Toilette regnet es immer noch, aber beim dritten lässt sich unter den Wolken die Landschaft zumindest erahnen. Der Ranger erzählt uns etwas über die Entstehung des Tals.
1912 gab es im Juni ein Erdbeben und dieses löste einen Ausbruch des Vulkans Novarupta aus. Durch die gewaltige Eruption, die etwa 10 mal so stark wie die des Mt. St. Helens gewesen sein soll, wurden 65 Quadratkilometer mit Asche und pyroklastischem Material bedeckt. Die Ablagerungen waren bis zu 200m hoch. Die Asche erreichte Kodiak und sogar Vancouver. Zum Glück war das Haupt-Gebiet fast unbewohnt und es gab keine Opfer. Viele Fumarolen und kleine Schlote stießen Rauch und Wasserdampf aus, was dem Tal den Namen gab. Eine Caldera bildete sich und füllte sich mit Magma, ein sogenannter Lavadom.
Heute ist das etwa 20km lange und bis zu 9km breite Tal eine Touristenattraktion für Wanderer.
Vom Robert F. Griggs Visitor Center aus hat man einen tollen Überblick über die Vulkankette und das Lavafeld. Die Wanderung nach unten und wieder hoch beträgt 3,4 Meilen (5,4 km) und überwindet 1000 Fuß (305m) an Höhe. Man sollte nicht vergessen, dass man alles, was man jetzt nach unten geht auch wieder hochgehen muss. Man geht über schmale unebene Wege, nicht geeignet für Leute mit Behinderungen. Ich fand Wanderstöcke sehr hilfreich.
Für den Eintritt in den Nationalpark muss man eine kleine Gebühr bezahlen ( die war im Preis unseres Ausflugs schon enthalten) und es geht nur mit einer geführten Tour oder einem Permit (Genehmigung).
Am Visitor Center angekommen hat der Regen aufgehört und wir können die Aussicht genießen. Nach einem Snack (Sandwich, Obst, Cookies und Getränke sind inclusive) geht es zu Fuß weiter. Man muss nicht mitwandern, aber hier oben kann man in der Zwischenzeit auch nicht viel anderes machen. Es gibt zwar ein paar Dokumentation über die Geologie und die Entstehung des Tals, aber mehr kann man nicht tun. Hier ist auch keine Gastronomie und das Haus ist unbesetzt, wenn die Gruppe unterwegs ist, so dass man ziemlich auf sich allein gestellt ist.
Auf dem Weg gibt es viele imposante Ausblicke auf das, was der Vulkan geschaffen hat. Unten angekommen, wo ein Wasserfall die letzten Meter durch eine Schlucht rauscht, erkennt man beim Hinaufschauen erst die wahre Größe der Ablagerungsschichten.
Die Pause unten reicht gerade für ein paar Fotos, dann geht es auch schon wieder hoch. Das Tempo der Gruppe ist recht hoch. Man hat nur etwa 2 Stunden Zeit für den Hin- und Rückweg!
Wer besonders fit ist, kann noch einen Abstecher zum Fluss machen, etwa eine zusätzliche Meile. Wir entscheiden uns, auf direktem Weg wieder hoch zu gehen und dafür mehrere Fotostopps zu machen.
Während es beim Abstieg kühl und windig war und wir alle Jacken, Mützen und Handschuhe anhatten, wird es uns jetzt sehr schnell warm, so dass wir eine Schicht nach der anderen ausziehen. Wir erreichen als erste wieder das Visitor Center und schauen uns noch die Ausstellung an.




Als alle wieder oben angekommen sind bringt uns der Bus wieder zurück zur Lodge. Diesmal ohne Stopps.
Trotz der anstrengenden Wanderung machen wir uns nach einer kurzen Rast noch einmal auf zu den Wasserfällen. Die Sonne scheint jetzt, aber es gibt auch viele Mücken, da es überall noch nass ist. Viele Leute kommen uns entgegen und die Platform ist ganz leer, aber leider ist auch nur ein Bär zu sehen (Chunk, sagte man uns – mit einer auffallenden Narbe auf der Schnauze). Nach einiger Zeit gesellt sich nochmal unser „Goldohr“ dazu und ein weiterer. Gegen halb 8, als die Platform sich wieder füllt mit den Gästen, die in der Lodge gegessen haben, ziehen wir uns zurück in den vorderen Teil. Wir beobachten noch zwei Angler, die von einem Bären auf einer Halbinsel wohl etwas in die Enge getrieben wurden. Auf der einen Seite Wasser, auf der anderen der Bär. Sie waten durch das hüfthohe Wasser an einer anderen Stelle zum Ufer und der Bär trollt sich den Weg entlang, auf dem wir gerade gekommen sind.

Zum Abendessen gibt es alle Käse- und Cräckerreste, die wir morgen nicht wieder mitnehmen wollen. Nach einem Blick auf den vorderen Boardwalk, wo nichts mehr los ist, beenden wir den Abend wieder in der Lodge vor dem Kaminfeuer.
Der Abflugstag ist leider viel zu schnell gekommen. Um 9 Uhr müssen wir unsere Hütte räumen, haben dann aber noch den halben Tag zur Verfügung, bevor das Flugzeug kommt.
Wir essen unsere Kuchenreste, packen und checken aus. Das Gepäck wird von den Mitarbeitern aus der Hütte geholt. Zum Abschied regnet es auch noch immer mal wieder! Trotzdem gehen wir noch ein letztes Mal zu den Fällen. Wir schauen eine ganze Weile dem einzigen Bären zu, der heute zu sehen ist. Es ist wieder der mit der Narbe, der unermüdlich einen Lachs nach dem anderen frisst. Es ist spät im Jahr und er will noch genug Fett ansetzen, um den Winter gut zu überstehen. Er ist schon ziemlich dick und ich glaube, er wird keine Probleme haben.

Als es immer nasser wird, entscheiden wir uns zum Lunch in die Lodge zu gehen. Wer weiß wie lange es heute dauert, bis wir zurück in Anchorage sind.
Noch ein letzter Kaffee am Kamin, dann müssen wir auch schon zum Flugzeug. Unser Gepäck wartet schon in King Salmon auf uns, so dass wir nur unsere Rucksäcke tragen müssen.
Diesmal klappt alles super. Die Flüge werden heute direkt von Katmai Air durchgeführt, obwohl sie auf ACE gebucht waren. Gottseidank!
In King Salmon nehmen wir unsere Reisetaschen und brauchen nicht auf den Anschlussflug zu warten. Der Flieger steht schon bereit und bringt uns ohne Zwischenlandung zurück nach Anchorage. Am Northterminal in Anchorage rufen wir den Shuttle des Parkhauses an, der in ein paar Minuten da ist. Unser Auto wird uns wohlbehalten wieder übergeben. Noch ein kurzer Stopp am Aspen Suites Hotel und unsere deponierten Koffer eingeladen, dann fahren wir die etwa 60 Meilen Richtung Palmer zu unserer nächsten Unterkunft.
Weitere Stationen dieser Reise im Blog:
Alaska 2024
Palmer – Natur und Jahrmarkt (State Fair)
Eine Kreuzfahrt durch die Inside Passage von Alaska nach Kanada
Vancouver, die Stadt der 1000 Möglichkeiten
