Kanada 2020 – das Ende eines Traums in Zeiten von Corona?

Eigentlich sollte hier jetzt ein neuer Blogbeitrag über eine lang vorbereitete Traumreise nach Kanada beginnen. Alles ist gebucht – aber es sieht so aus, als würde der Traum platzen.

Abflug geplant -und noch nicht abgesagt- ist am 22.9.2020 nach Toronto.

Im ersten Teil sollte es 2 Wochen mit einem -schon reservierten- Mietwagen Richtung Algonquin NP gehen. Über Tobermory und Manitoulin Island wollten wir zu einer Lodge, in der ein 3 tägiger Kanuaufenthalt gebucht ist.

Danach wären wir über Ottawa , Rockport und Kingston zurück nach Toronto gefahren.

Der zweite Teil, die Zugfahrt von Toronto nach Winnipeg wäre der Auftakt zu unserem langgehegten Traum, den Eisbären von Churchill, gewesen. Auch das ist alles schon gebucht und bezahlt – nicht gerade ein billiges Vergnügen, das wir uns aber endlich einmal leisten wollten.

Ja, und nun das! Es ist zwar noch lange hin und die Hoffnung stirbt zuletzt, aber die Aussichten sind nicht gerade gut! Erst einmal müsste uns Kanada ja reinlassen (ohne Impfung eher unwahrscheinlich), dann müsste unser Flug stattfinden – und auch der Rückflug (unser Außenminister hat ja klar gesagt, dass es verständlicherweise eine weitere Rückholaktion nicht gäbe).

Stornieren zum jetzigen Zeitpunkt wäre keine gute Idee, da die weltweite Reisewarnung ja noch nicht bis September ausgesprochen ist und man dann ganz sicher auf den Kosten hängen bleibt.

Also heißt es nun abwarten was passiert. Sollten wir vom individuell gebuchten Teil in Churchill nichts wieder bekommen war es das für uns. Nochmal bringen wir den Betrag sicher nicht auf. Wir hoffen ja wenigstens auf einen Gutschein. Beim ersten Pauschalteil hoffe ich ja, dass der Reiseveranstalter bis dahin nicht pleite ist.

Das gilt natürlich für viele Branchen, die um ihre Existenz kämpfen. Ich habe immer schon möglichst umweltbewusstes Reisen bevorzugt – vielleicht ist das ein neuer Start für die Welt. Ganz auf Reisen zu verzichten würde ja auch mehr zerstören als gutmachen.

Viel zu oft taucht in meinem Text das Wort „hoffen“ auf – aber das ist eben das einzige, was im Moment noch zählt. Und natürlich die Gesundheit, die ich meinen Lesern vor allem wünsche.

Sollte Reisen irgendwann wieder möglich sein, werde ich hoffentlich den Kanadabeitrag mit Liveberichten ergänzen können.